05. Mai. 2010 - 12:55 -
verfasst von Team 2010 (ki)
Barcamp-Echo aus der Blogosphäre
Eine aktuelle Übersicht der gebloggten Beiträge zum Barcamp:
- Andrea Mayer-Edoloeyi: Kommunikation des Evangeliums via Social Media. Ein Bericht vom Barcamp Kirche 2.0
- Bernd Giernoth: #kir20bc
- Walter Jungbauer: Barcamp Kirche 2.0
- Peter Löwenstein: Barcamp Kirche 2.0 - die Speerspitze der kirchlichen Netzwerkaktivisten in Frankfurt
- Christian Heiko Spließ: Kirche meets Web2.0: Barcamp Kirche 2.0
- Prospero: Ciao Republica – hallo Barcamp Kirche 2.0
- Jan Ehlert: Bin ich schon drin? - Kirche im World-Wide-Web
- Wolfgang Loest: Barcamp, Vereinsgründung und andere Gründe zum Feiern
to be continued..
Kommentare 4
Kreisinformationen
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Kommentare
P. Löwenstein
Folgendes hat mir missfallen, sorry, siehe zitierte Passage unten. Sorry, aber der Autor hat Pastoren aus der erwünschten Augenhöhe, die ich eben gerade im gemeindlichen Umfeld erkennen kann, einfach ausgegrenzt! Und was können die Pfarrer dafür? Geht es für den Autor nicht mehr in Ordnung, einer Predigt zu zuhören und im Nachhinein zu diskutieren?
"...Für den religiösen Dialog im Internet gilt für Pfarrer und Pastoren etwas Ungewohntes: Die dialogorientierten Social Media Plattformen bieten keine der gewohnten, überhöhenden Kanzelrollen für die Darstellung religiöser Inhalte oder Stellungnahmen an. Denn im Internet ist der Dialog auf gleicher Augenhöhe. Keine der beiden großen christlichen Kirchen kennt in ihren eigenen Strukturen die Vermittlung von kirchlichen Glaubensinhalten mit gleichwertiger Stellung des Vermittlers und des Gemeindemitglieds. Der Vermittler (Pastor, Pfarrer, Bischof ) der Kirche lebt sein Amt überhöht. Kirchen setzen für den religiösen Dialog ausschließlich auf ihre fein abgestuften, autoritären Strukturen: Je höher das Kirchenamt, als desto wertvoller und bedeutender werden die religiösen Botschaften und Zeremonien der jeweiligen Amtsinhaber gewertet und für die Gemeinde inszeniert...."
Also ich muss schon sagen, ich habe Vermittler durchaus anders in Erinnerung! Vor allem auch der letzte Satz des hier zitierten Abschnitts finde ich einfach falsch! Vielleicht muss sich in anderen Regionen noch einiges ändern, ich erlebe Kirche anders. So allgemein kann man das einfach nicht stehen lassen.
gislis
Vermittler
Guten Tag,
vielleicht liegt ein Missverständnis vor, dass ich klären möchte:
"Keine der beiden großen christlichen Kirchen kennt in ihren eigenen Strukturen die Vermittlung von kirchlichen Glaubensinhalten mit gleichwertiger Stellung des Vermittlers und des Gemeindemitglieds. Der Vermittler (Pastor, Pfarrer, Bischof ) der Kirche lebt sein Amt überhöht. Kirchen setzen für den religiösen Dialog ausschließlich auf ihre fein abgestuften, autoritären Strukturen: Je höher das Kirchenamt, als desto wertvoller und bedeutender werden die religiösen Botschaften und Zeremonien der jeweiligen Amtsinhaber gewertet und für die Gemeinde inszeniert..."
Diesen Abschnitt meine ich als Aufforderung, darüber nach zu denken, ob die im Internet üblichen Dialoge auf Augenhöhe für Pastoren, Pfarrer und Bischöfe bei der Vemittlung ihrer religiösen Inhalte eine mehr als ungewohnte Herausforderung darstellen. Viele Amtsinhaber sind mit einem Dialog mit ihrer Gemeinde auf Augenhöhe nicht einverstanden, vielleicht weil sie ihre berufliche, theologische Ausbildung als notwendige Vorrausetzung für die Vermittlung religiöser Botschaften, insbesondere bei den kirchlichen Zeremonien werten.
Na, wenn ich aber erst dann in einen Dialog eintreten darf, wenn ich hier in der Kirche die Predigt bis zum Ende angehört habe, dann ist der Markt verlaufen. Wie sollen denn da noch aktuelle Inhalte und eigene religiöse Fragen der Gemeinde mit gleicher Wertigkeit thematisiert werden? Das ist im Vergleich zu den schnellen und trotzdem oft tiefgründigen Dialogen im Internet in den Social Media schlicht "old school".
Muss die Kirche erst tiefgründige Bücher, inhaltlich gestützt auf dem vollen Resonanzboden der theologischen Lehre abwarten um den Wandel der Kommunikationsgewohnheiten anzuerkennen , und dann endlich auch die Verpflichtung zum eigenen Wandel der Vermittlung religiöser Inhalte anzuerkennen?
Wir gerne würde ich dazu mal von Seiten der Kirchenoberen eine Stellungnahme lesen…
Internetseelsorge
P. Löwenstein fragt in seinem Bericht:
Warum kennt die Evangelische Kirche z.B. keine Webseelsorger?
Das ist so nicht richtig. Die Ev. Kirche kennt durchaus Internetseelsorge und Seelsorger:
Auf der EKD Seite ist folgender Link:
http://www.ekd.de/seelsorge/internet/chatseelsorge.html, der dann u. a. zu dieser Seite führt :https://chatseelsorge.evlka.de/v2/seelsorger.php
Hinweise darauf finden sich auch auf den Seiten z.B. der EKHN, der BEK, der Hannoverschen Kirche ... nur mal so aauf den ersten Blick. Bei weitern Kirchen hab ich nicht gegeuckt :-))
Auch die Telefonseelorge bietet einen Überblick über Internetsselsorge - sortiert nach evangelisch, katholisch, ökumenisch, nicht kirchlich gebunden... http://www.telefonseelsorge-mz-wi.de/internetseelsorge/seelsorge-im-inte...
Das ist ja sicher alles noch ausbaufähig, aber es ist m. E. doch schon mehr als "gar nichts"
lg kreuzpatsch
P.S. Ich bin selbst zu einer Tagung über Internetseelsorge eingeladen worden, an der ich aus zeitgründen leider, leider nicht teilnehmen konnte...
Webseelsorger
@kreutzpatsch
Danke für die Hinweise und Links zur Webseelsorge.
Ich hatte eine andere Info aus einer Session des Barcamps mitgenommen, aber nicht selbst recherchiert. Das war ein Fehler…
- Peter