Da hat man sich gerade hingesetzt, nachdem man ehrfurchtsverheißend dem Kreuz seinen Respekt gezeugt hat, blättert schonmal die Lieder für den Gottesdienst vor und dann - pardauz. Kraftvolle Töne dringen von der Orgelempore hinab, der Organist beginnt mit dem Vorspiel und natürlich muss es irgendwas von Bach sein. Oder Händel. Etwas Prunkvolles und Mächtiges, schließlich sind wir hier im Gottesdienstvorspiel. Und man fragt sich dann in der Kirchenbank: Ja - schön und gut - aber schon wieder Barock?